Für einen WordPress-Umzug gibt es verschiedene Gründe: Der alte Server hat seine Kapazitäten ausgeschöpft, Kosten sollten eingespart werden, der Service ist ungenügend… Der Transfer der eigenen Website gestaltet sich dabei relativ einfach – egal ob nur der Domainname geändert oder der Provider gewechselt werden soll. Dennoch haben viele Angst, diesen Schritt zu machen, weil sie Angst vor Datenverlusten haben.

Dieser Beitrag zeigt, wie man innerhalb weniger Minuten seine WordPress-Seite komplett transferiert. Dabei wird bewusst auf Backup-Plugins verzichtet, damit jeder diese Anleitung Schritt-für-Schritt nachmachen kann ohne etwas an seiner Installation ändern zu müssen.

Schritt 1: FTP-Daten sichern

Zuallererst gilt es alle FTP-Daten zu sichern. Mithilfe eines Programms wie WinSCP werden einfach alle Dateien markiert und auf die lokale Festplatte kopiert. Je nach Datenmenge und Internetanschluss kann das von ein paar Minuten bis zu wenigen Stunden dauern.

Dieser Schritt ist vor allem nötig, um Daten wie Themes, Plugins, Uploads (Bilder…) später wiederherstellen zu können.

Schritt 2: MySQL-Datenbank sichern

Als nächstes gilt es die MySQL-Datenbank zu sichern. Dabei loggt man sich bei seinem Webhosting-Anbieter in phpMyAdmin ein. Links wählt man dann die entsprechende Datenbank und im rechten oberen Reiter „Exportieren“ aus. Als Exportmethode wählt man „Angepasst“. Danach sollte man sichergehen, dass alle Tabellen ausgewählt wurden und unter „Objekterstellungsoptionen“ ein Haken bei „Drop Table“ gesetzt wurde. (Hinweis: Bei einer neuen, leeren Datenbank kann man sich den letzten Schritt mit „Drop Table“ sparen. Dieser Befehl hilft nur dabei, dass Daten korrekt überschrieben werden, falls schon Datensätze vorhanden sind. Im Zweifelsfall sollte man einfach einen Haken setzen.) Danach bestätigt man mit „OK“ und speichert die generierte .sql Datei lokal ab.

Die MySQL-Datenbank beinhaltet alle Benutzer, Einstellungen, Seiten, Beiträge usw.

Schritt 3: FTP Daten wieder hochladen

In diesem Schritt geht es darum, zuerst die FTP-Daten auf den neuen FTP-Host hochzuladen. Dies geschieht einfach per Drag & Drop, indem man die Daten auf den Server der neuen Domain/des neuen Providers hochlädt.

Anschließend gilt es wie wp-config.php an die neuen Daten anzupassen. Man sollte Domain, Datenbankname, Nutzername, Passwort, Datenbank-Host und ggf. Datenbank-Präfix anpassen. Zum Bearbeiten der Datei empfiehlt sich Notepad++. Man sollte .php-Dateien nicht mit Windows-eigenen Editoren wie Notepad oder WordPad bearbeiten, da diese die Datei beschädigen können. Das hat zur Folge, dass die neue Website nicht ordnungsgemäß funktioniert.

Schritt 4: MySQL-Datenbank importieren

Im letzten Schritt gilt es die alten MySQL-Datensätze wieder zu importieren. Dazu ruft man wieder phpMyAdmin auf und wählt den Punkt „Importieren“. Unter „Durchsuchen“ wählt man die vorher gespeicherte .sql Datei auf und bestätigt. Nach wenigen Minuten sollte der Import fertiggestellt sein.

Fertig!

Nun kann man sich mit seinen alten Benutzerdaten unter der neuen Adresse einloggen und testen, ob alles funktioniert! Sollte ein Fehler auftreten, so gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren. Kein Fehler ist so schwerwiegend, dass er nicht behoben werden kann.

Oft hat man nur einen kleinen Fehler begangen, der dazu führt, dass die gesamte Homepage nicht mehr geht. Dann sollte man diese Anleitung nochmal durchführen und so herausfinden, wo der Fehler gelegen haben könnte. Falls das nicht zum Erfolg führt, helfen wir gerne weiter!