Das neue Jahr ist inzwischen eingeläutet und damit gehen auch Veränderungen im E-Business einher. Content-Marketing ist inzwischen fester Bestandteil der Online-Strategien vieler Unternehmen. Wie bei fast jedem Aspekt des Online-Marketings wird es auch im Bereich des Content-Marketings im Jahr 2016 neue Trends geben. Dieser Beitrag stellt mögliche Entwicklungen vor, die man auf jeden Fall im Auge behalten sollte.

1. SEO entwickelt sich weiter

Während SEO-Experten sich bisher über Themen wie Keywords und die Generierung von Backlinks Gedanken gemacht haben, wird in Zukunft qualitativer Content wieder wichtiger. Durch die zunehmende Automatisierung beim Erstellen von Content werden inzwischen ganze Artikel von künstlichen Intelligenzen erzeugt (Roboterjournalismus) – ohne dass es beim Lesen auffällt. Ebenso bietet Google mit seinem Dienst für direkte Antworten, der 2015 massiv erweitert wurde, immer mehr Lösungen für triviale Alltagsfragen. Im Content-Marketing sollte deshalb ein höherer Wert auf Differenzierung gelegt werden. Dabei sollten sich Artikel auf die Beantwortung komplexer Thematiken befassen. Der Informationsgehalt spiegelt sich letztendlich in den organischen Suchergebnissen wider.

 

2. Neue Jobs werden geschaffen

Durch die wiedergewonnene Wichtigkeit von Qualitätscontent entstehen auch neue Jobs. Die Einstiegschancen sind dabei vielfältig, sei es der Werkstudent, der sich nebenbei weiterentwickeln und neue Erfahrungen sammeln will oder der ausgediente Journalist, dessen alte Printplattform schließen musste.

 

3. Das Expertentum wächst

Es wird jedoch nicht nur neue Stellen geben, gleichzeitig wird auch die Wichtigkeit von erfahrenen Experten zunehmen. Fachleute werden dabei in Unternehmen, die schon lange Content-Marketing erfolgreich praktizieren genauso gebraucht wie in neuen Startups, die gerade erst dabei sind neue Strukturen zu schaffen.

 

4. Leads statt Branding

Während in den letzten Jahren Content vor allem im B2B-Bereich genutzt wurde um die Wirkung als Marke zu betonen werden Inhalte zukünftig vermehrt zur Lead-Generierung eingesetzt werden.

 

5. Gefahr durch Social Publishing

Zukünftig wird vermehrt in sozialen Netzwerken publiziert. Eine Vorreiterrolle nimmt dabei Facebook Instant Articles ein. Facebook will Unternehmen dadurch unterstützen ihren Content in sozialen Netzwerken zu lancieren. So entsteht jedoch die Gefahr der Monopolisierung. Ein Konzern hätte immer mehr Macht darüber, wie Inhalte wahrgenommen werden und könnte letztendlich wie bei Sponsored Posts Geld für eine höhere Reichweite verlangen. Dadurch entfällt gleichzeitig die Möglichkeit seine eigenen Inhalte anhand von Werbeanzeigen o.ä. zu monetarisieren.

 

6. Online-Werbung wird wieder attraktiver

Immer mehr Seiten machen es vor und sperren Nutzer von Adblocker aus. Sie haben erkannt, dass ihnen dadurch moderate Geldsummen entgehen. Wichtig ist dabei an die Akzeptanz der Kunden zu appellieren und Werbung nur kontextrelevant und unauffällig zu platzieren. Ist dies nicht der Fall, verliert man seine Interessenten sonst vollends.

 

7. Der Mobilmarkt wächst weiter

Smarte Mobilgeräte wie Phablets und Wearables sind stark im Aufschwung. Auf Seiten der Elektronikkonzerne wird eine Marktdurchdringung mit Mobilgeräten mehr und mehr forciert. Marketer müssen sich also nach neuen Displaygrößen richten und Inhalte anpassen. Responsive Design ist dabei schon ein alter Hut. Zukünftig müssen Inhalte zunehmend interaktiv sein und den Interessenten z.B. via Gamification fordern. Gleichzeitig werden Kundenentscheidungen immer kurzfristiger gefällt, oftmals geht keine Planung voraus (vgl. Micro Moments). Entlang des User Journey müssen also stets die richtigen Informationen geliefert werden, die im Optimalfall direkt in einer Konversion resultieren.