Was ist Crowdfunding?

Spätestens seit dem Erfolg der Kampagne für Stromberg – Der Film sollte Crowdfunding kein Fremdwort am deutschen Finanzmarkt mehr sein. Für alle Unwissenden: Crowdfunding bedeutet, dass Privatpersonen im Verbund in die Entwicklung eines Produktes investieren. Der Unterschied zum Crowdinvesting ist also, dass gezielt in ein Produkt und nicht ein Unternehmen investiert wird. Ebenso erhält man keine finanziellen Gegenleistungen, sondern das finanzierte Produkt selbst oder alternative Goodies – je nach Investitionssume. Dieser Artikel stellt die beliebtesten Plattformen vor und zeigt, worin sie sich unterscheiden.

Die gängigsten Crowdfunding-Portale

Indiegogo

Die 2008 gegründete Plattform Indiegogo ist einer der führenden Crowdfunding-Dienste in Deutschland. Millionen von Unterstützern haben bereits Hunderttausenden von Erfindern, Musikern, Philanthropen, Filmemachern uvm. dabei geholfen, Projekte erfolgreich abzuschließen. Von der Zielsumme müssen die Nutzer 5 % Plattformgebühren bezahlen – egal ob das Projekt erfolgreich ist oder scheitert. Darüber hinaus fallen Transaktionskosten an, die sich nach der Zahlungsart richten

Vor allem der hohe (internationale) Bekanntheitsgrad und die dadurch resultierende Reichweite sprechen für Indiegogo. Dadurch dient die Plattform nicht nur der Finanzierung, sondern auch dem Marketing

Startnext

Seit der Gründung in 2010 wurden über Startnext mehr als 27 Millionen Euro für Crowdfunding Projekte eingesammelt. Allein im Jahr 2015 wurden über 1.000 Projekte erfolgreich umgesetzt und 8,8 Mio. € gesammelt. Damit ist Startnext eine der führenden Crowdfunding-Plattformen im deutschsprachigen Raum. Künstler, Kreative, Erfinder und Social Entrepreneure haben die Möglichkeit, ihre Ideen und Projekte vorzustellen und mit der Unterstützung von vielen Menschen zu finanzieren. Bereits ab 5 € können Privatpersonen Projekte unterstützen. Von der Zielsumme müssen die Nutzer 4 % der Transaktionsgebühren als Gebühren bezahlen. Die Provision für Startnext ist freiwillig, d.h. jeder Starter bestimmt selbst, mit welchem Betrag er die Plattform unterstützt.

Darüber hinaus verfügt Startnext über ein breites Netzwerk zu Unternehmen, Stiftungen, Förderinstitutionen, Universitäten und Städten, die Projekte unterstützen.

VisionBakery

VisionBakery ist laut eigener Aussage die zweitgrößte Crowdfunding-Plattform Deutschlands. Nachhaltigkeit, Transparenz und Fairness zählen dabei zu den wichtigsten Wertvorstellungen. VisionBakery hilft dabei, kreative, künstlerische, sportliche oder sozialen Projekt- und Produktideen umzusetzen. Bei erfolgreicher Finanzierung fallen hier vergleichsweise hohe Gebühren von 11,9 % der Zielsumme an, die von den Projektstartern zu entrichten sind. Eine Mindestsumme für Projekte gibt es nicht und es ist möglich Projekte schon ab 0,01 € zu unterstützen.

Vor allem auf die Vernetzung untereinander wird ein großer Wert gelegt, so dass ein Community-Gefühl eintritt. Ein kostenloser persönlicher Beratungsservice unterstützt einen bei Fragen. Zusätzlich wird ein regionaler Filter angeboten, der Projekte in der Nähe anzeigt.

fundouts

Fundouts isteine relativ neue Crowdfunding-Plattform, die von Absolventen der Jacobs Academy in Bremen gegründet wurde. Dabei steht vor allem die Förderung sozialer Projekte im Mittelpunkt. Derzeit ist die Plattform dreisprachig gehalten (deutsch, englisch, niederländisch).