Egal, ob im B2B- oder im B2C-Bereich, eine klare Marketing-Strategie ist ein elementarer Erfolgsfaktor, um im Wettbewerb zu bestehen und sich von der Konkurrenz zu differenzieren.

Dieser Blogbeitrag zeigt, worauf man beim Marketing achten sollte.

1. Klare Positionierung

Oftmals steht man vor der Entscheidung, in einen Markt mit starker Konkurrenz einzusteigen. Man muss sich dabei die Frage stellen, ob das eigene Produkt so gut ist, dass es sich lohnt hohe Markteintrittsbarrieren auf sich zu nehmen und ein gewisses Risiko einzugehen.

Schon Michael E. Porter hat mit Hilfe der von ihm entwickelten Wettbwerbsmatrix veranschaulicht, dass eine klare Differenzierung wichtig ist. Unternehmen müssen sich entscheiden, ob sie sich auf Nischen konzentrieren oder eine Kostenführerschaft, bzw. eine Kombination aus beidem anstreben. Ein außergewöhnliches Angebot innerhalb eines gewöhnlichen Marktes hat stets eine Existenzberechtigung und ein positives Unternehmenesergebnis ist ein realistisches Zukunftsszenario.

Es gilt jedoch zu beachten, dass je präziser die Positionierung ist, desto kleiner ist i.d.R. die Zielgruppe und die Skalierbarkeit des Geschäfts fällt geringer aus.

2. Unverwechselbare Corporate Identity

Ein gutes Logo ist ein Anfang, um sich on- und offline zu präsentieren. Zu einem einprägsamen Unternehmensauftritt gehören jedoch auch andere Faktoren:

  • Corporate Design: Allgemeine Farbgebung und Gestaltung von Firmenzeichen (Unternehmenslogo), Website, Arbeitskleidung, Briefbögen, Visitenkarten und Betriebsgebäude.
  • Corporate Communication: Unternehmenskommunikation nach innen und nach außen. Anwendung bei Werbemaßnahmen, in der Öffentlichkeitsarbeit und bei unternehmensinterner Kommunikation.
  • Corporate Behavior: Verhalten gegenüber der Öffentlichkeit und den Anspruchsgruppen (Kunden, Lieferanten, Partnern, Mitarbeiter). Fähigkeit, mit Kritik umzugehen

Nur wenn diese Faktoren im Einklang sind, kann eine klare Corporate Identity entwickelt werden.

3. Persönlichkeit zeigen

Vor allem jungen Startups fehlt es oft an einer Identität. Nimmt man z.B. Apple mit seiner bereits verstorbenen Gallionsfigur Steve Jobs samt seiner Hintergrundgeschichte, die in der eigenen Garage angefangen hat. Firmen mit einer gewissen Vorgeschichte erleichtern das Storytelling ungemein. Diese Hintergrundinformationen erzeugen positive Assoziationen im Unterbewusstsein.

Neue Unternehmen müssen also auch die eigene Vergangenheit beleuchten: Wer steht hinter dem Projekt? Wie entstand die Idee? Was ist die eigene Motivation? Welche Hürden wurden bereits gemeistert? Eine direkte Leser-Ansprache ist deshalb wichtig, um eine exklusive Beziehung zu potenziellen Kunden zu generieren.

4. Richtige Perspektive

Viele Gründer verlieren oftmals den Bezug zum Kunden. Sie sind komplett auf den eigenen Unternehmenserfolg und das eigene Produkt fokussiert. Letztendlich geht es jedoch darum, dass Kunden eine Lösung für ein Problem suchen und dabei gewisse Aspekte (technisch, ökonomisch, sozial…) nur nachrangig sind. Bei der Präsentation des eigenen Produkts sollte man sich also nicht zu sehr auf Features konzentrieren, sondern stattdessen den Mehrwert in den Mittelpunkt stellen.

Marketing-Experten brauchen deshalb ein hohes Maß an Empathie, um sich in die Lebenslage potenzieller Kunden zu versetzen und deren Gefühle zu verstehen.

5. Klare Zielgruppe

Vor allem unerfahrene Unternehmer haben kaum Erfahrungen damit, wie homogene Märkte funktionieren. Sie denken, dass die Nachfrage schier unbegrenzt scheint und dass es eine stetige Nachfrage nach dem eigenen Produkt geben wird. In der Realität ist es jedoch anders, Marktforschung ist ein elementarer Faktor, um eine passende Strategie auszuarbeiten. Dabei gilt es Primär- und Sekundär-Zielgruppen festzulegen, also die Gruppen, die man auf jeden Fall abschöpfen möchte und die Gruppe, die man zusätzlich anspricht.

Erste Prognosen zu Zielgruppen können anhand Aktivitäten in sozialen Medien getroffen werden, indem man Trends verfolgt und analysiert.