Was ist Crowdinvesting?

In Zeiten von Niedrigzinsen überlegen viele Anleger, wie sie ihr Geld gewinnbringen investieren sollen. Viele Anleger tendieren zu Aktien, scheuen sich aber aufgrund des hohen Risikos. In den letzten Jahren hat sich Crowdinvesting als realistische Alternative hervorgetan. Crowdinvesting bedeutet, dass verschiedene Anleger im Verbund in ein meist junges Unternehmen (Startup) investieren und diesem so ermöglichen, seine Produkte am Markt zu platzieren. Darin liegt auch der Unterschied zum Crowdfunding, wo nur ein gezieltes Produkt finanziert werden soll und man keine finanzielle Gegenleistungen, sondern Sachleistungen (meist das finanzierte Produkt selbst) erhält. Ein Vorteil für Anleger ist, dass man bereits kleine Summen (ab 5 € aufwärts) in verschiedene Firmen investieren  und so sein Risiko streuen kann. Die Beteiligung und die Rendite können dabei von Plattform zu Plattform und von Projekt zu Projekt unterschiedlich ausfallen. Die gängigsten Beteiligungsformen sind dabei u.a. Nachrangdarlehen, stille Beteiligungen, Genussrechte und Anleihen. Die Geldauszahlung erfolgt meistens über Zinsen, Gewinnbeteiligungen oder Exit-Auszahlungen.

Die gängigsten Crowdinvesting-Plattformen

Seedmatch

Mit über 80 finanzierten Projekten ist Seedmatch eine der erfolgreichsten Crowdinvesting-Plattformen in Deutschland. Der Mindestinvestitionsbetrag beträgt 250 € und wird über partiarische Nachrangdarlehen zur Verfügung gestellt. Seedmatch behält sich weiterhin vor 5 – 10 % als Plattformgebühren einzubehalten, welche von den Startups zu bezahlen sind.

Companisto

Eine weitere sehr erfolgreiche Plattform in Deutschland ist Companisto, mit einem monatlichen Investitionsvolumen von über 1 Million €. Bereits ab 5 € kann man dabei in diverse Startups investieren. Die Beteiligung an Unternehmen findet indirekt über eine Unterbeteiligungsgesellschaft seitens Companisto statt. Companisto selbst behält 9 % der Zielsumme seitens der Startups als Gebühren ein.

Bergfürst

Das Hauptunterscheidungsmerkmal zu anderen Anbietern ist, dass Bergfürst eine offizielle Bankenlizenz besitzt. Dadurch können Privatinvestoren Eigenkapitalanteile von Startups erwerben, die sie später auch als Aktien an der Börse handeln können. Auch hier beträgt die Mindestinvestitionssumme 250 €. Die Provision ist abhängig von der Emission und beträgt rund 8 %. Diese Kosten tragen die Startups.

Crowdrange

Bei Crowdrange sticht vor allem die Unterteilung in C-Company (Investments in aufstrebende Firmen), C-Sport (Investments in Sportvereine) und C-Fund (Sponsoring ohne Beteiligung) ins Auge. Eine Investition ist ab 50 € möglich. Die von den Startups zu entrichtende Provision beträgt max. 10 %.