Ratgeber: Die Absprungrate auf der eigenen Website senken

Wer die Entwicklung des Besucherstroms auf seiner Website analysieren will, stößt früher oder später auf Tools wie Google Analytics. Es hilft dabei verschiedene Kennzahlen der eigenen Homepage im Auge zu behalten und ermöglicht den chronologischen Vergleich. Dieser Artikel setzt sich mit der Absprungrate auseinander und beleuchtet dabei zuerst, was diese Kennzahl überhaupt aussagt und zeigt Wege auf, wie man sie verringert.

Was sagt die Absprungrate aus?

Die Absprungsrate (engl. bounce rate) gibt eine relative Auskunft darüber, wie viele Besucher die Webseite nach Aufrufen der ersten Seite wieder verlassen. Aus Marketingsicht bedeutet das, dass entweder der Inhalt der Seite uninteressant für den Besucher (falsche Zielgruppe) war oder es gab kein attraktives, weiterführendes Angebot. Um die Absprungrate zu verringern, empfiehlt es sich auf OnSite bzw. in erster Linie OnPage SEO-Maßnahmen zurückzugreifen.

Wie lässt sich die Absprungrate senken?

1. Intelligente Sidebar

Eine aufgeräumte Sidebar inklusive Widgets kann dabei helfen, Leser bei Laune zu halten. Empfehlenswert sind z.B. ein Überblick über die beliebtesten Beiträge, eine Schlagwörterwolke („tags“) und ein Überblick über die behandelten Kategorien. Wichtig ist dabei, die Seitenleiste im Vergleich zum Hauptinhalt nicht zu groß und nicht zu klein wirken zu lassen (ca. 75:25 Aufteilung), da Leser sonst abgelenkt werden könnten. Gleichzeitig sollte die Sidebar nicht mit unzähligen Widgets vollgestopft werden, da sie sonst überladen wirkt. Stattdessen sollte man auf intelligente Widgets (mehrere Funktionen in einem) zurückzugreifen. Das kommt einerseits dem Lesekomfort und andererseits der Ladezeit der Seite zugute. Für WordPress-Nutzer empfehle ich WP Tab Widget.

2. Empfohlene Artikel

Um Website-Besucher zu längerer Verweildauer zu animieren, empfiehlt es sich auf relevante andere Beiträge zum aktuell gelesenen Thema hinzuweisen.

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Wer erst einmal ein Thema zu Ende gelesen hat, möchte im Regelfall mehr zu diesem Themengebiet erfahren. Deshalb kann eine „Ähnliche Beiträge“-Sektion das Commitment der Besucher steigern.

3. Leser animieren

Indem man Leser direkt anspricht, schafft man eine persönliche Beziehung zu diesem. Vor allem ein sog. „Call2Action“ am Ende des Artikels kann dabei helfen, die Leserbeteiligung zu erhöhen. Solche Aufforderungen können vielfältig ausfallen. Häufig findet man die Frage nach der eigenen Meinung oder Erfahrung, die die Kommentarfrequenz erhöhen soll. Man kann Leser jedoch auch auf Dienste wie den eigenen Newsletter oder die eigene Facebook-Seite hinweisen. Solche Eigenwerbung sollte sich jedoch im erträglichen Rahmen halten, da sie sonst schnell Spamcharakter annimmt und Leser sogar abschreckt.

4. Interne Links

Artikel aus dem selben Themengebiet sollten intern verlinkt werden. Der Vorteil für Leser besteht, dass sie sich nicht im Lesefluss gestört werden und sich von Beitrag zu Beitrag lesen können. Vor allem ältere, weniger präsente Veröffentlichungen, profitieren von dieser Methode. Das steigert die Verweildauer auf der eigenen Website ungemein. Gleichzeitig kommt das auch der Suchmaschinenoptimierung und letztendlich dem Zustrom neuer Besucher entgegen.

5. Feststehendes Menü

Ein sog. „Sticky Menu“ im Kopfbereich der eigenen Website erleichtert Besuchern die Navigation. Dadurch dass sie nicht umständlich Scrollen müssen, können sie sich leichter zurechtfinden. Vor allem Nutzern von Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets kommt das sehr entgegen. Vor allem Nutzer von CMS wie WordPress können diese Funktion schnell umsetzen, weil sie entweder im Theme selbst integriert ist oder innerhalb weniger Minuten dank eines Plugins realisiert werden kann.

6. Responsive Design

Dieser Punkt greift die zuvor genannte Wichtigkeit von mobiler Optimierung auf. Da immer mehr Besucher tragbare Endgeräte zum Surfen nutzen, ist es wichtig, dass die eigene Website auch auf Mobilgeräten fehlerfrei dargestellt wird. Inhalte müssen perfekt an die individuelle Displaygröße angepasst werden. Suchmaschinen wie Google strafen das Nichtvorhandensein einer mobil optimierten Website sogar ab. Um seine Suchmaschinenpositionierung zu verbessern, ist die Umsetzung dieses Punktes essenziell.

7. Verständliche Ausdrucksweise

Oft verwendet man themenspezifische Begriffe um Sachverhalte zu erklären. Alteingesessene Profis haben damit kein Problem, jedoch sollte man beim Erstellen neuer Inhalte auch an Neuanfänger denken. Verwendet man zu viel Fachbegriffe oder Abkürzungen ohne genauer Erläuterung frustriert das selbst den wissbegierigsten Leser und sie sehen sich nach alternativen Websites um. Je nach Seitenumfang bietet sich sogar ein eigenes Glossar an.

Die Absprungrate zu senken ist keine Raketenwissenschaft

Oft entscheiden nur wenige Minuten darüber, ob ein Leser die veröffentlichten Artikel liest und wiederkommt oder ob er sich nach anderen Websites umsieht. Es gibt diverse Methoden, um die Absprungrate auf der einen Homepage zu senken. Vor allem Nutzern von CMS wie WordPress kommt das sehr entgegen, weil sie schnell und unkompliziert umsetzbar sind.

Gleichzeitig sollte man kontinuierlich seine Absprungrate im Auge behalten und dauerhaft nach neuen Optimierungsmöglichkeiten umsehen. Oftmals kann es auch helfen sich von der Konkurrenz inspirieren zu lassen. Die Betonung liegt dabei auf Inspiration, nicht bloßem Kopieren.

Von | 2017-02-08T13:54:47+00:00 13. April 2016|Website|

Ein Kommentar

  1. Ben Schneider 14. September 2016 um 16:58 Uhr- Antworten

    Guter und ausführlicher Artikel zu dem Thema. Ich finde die Ladezeit einer Website ist ebenfalls ein sehr wichtiges Kriterium, um die Absprungrate zu senken.

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