tex—lock, das textile Fahrradschloss: im Gespräch mit den Gründerinnen

Das tex—lock Team hat spannende Wochen hinter sich. Der erfolgreiche Start ihrer kickstarter-Crowdfundingkampagne fiel zusammen mit ihrer Teilnahme an der ISPO Sportmesse in München.

Höchste Zeit sich mit den Gründerinnen über ihre Erfahrungen der letzten Wochen und ihre Pläne für die Zukunft zu unterhalten. Im Gespräch: Alexandra Baum, Geschäftsführerin, Suse Brand, Leiterin Produktentwicklung und Katja Käseberg, Leiterin Vertrieb.

tex—lock

Ihr wart als Aussteller auf der ISPO, der weltgrößten Sportmesse, mit einem eigenen Stand in der Brandnew Village vertreten. Wie habt ihr eure erste große Messe erfahren?

Alexandra: Es war wirklich ein Super Auftakt ins Messejahr. Durch den Standort im Brandnew Village kommen automatisch Leute vorbei, die innovationsaffin sind und nach den neuesten Trends Ausschau halten. Ich fand auch die ISPO Academy für die 50 Brands des Villages eine super Idee. Themen wie Vertrieb und Marketing sowie PR kamen in Präsentationen – z.B. von Globetrotter – zur Sprache.

Suse: Die Atmosphäre unter den Ausstellern im BRANDNEW Village der ISPO war sehr gut. Wir haben uns ausgetauscht, wie man den Einstieg als junges Unternehmen meistert und z.B. gute Tipps von Crowdfunding- Erfahrenen bekommen.

Wie war das Feedback? Habt Ihr Anregungen und Ideen bekommen?

Suse: Ja, Anregungen und Zuspruch kam von allen Seiten. Wir haben zukunftsweisende Gespräche geführt und eine Menge weiterer vor uns. Es war toll, so vielen Leuten das tex—lock in die Hand geben zu können. Man sieht sofort den Aha-Moment. “Wow ist das leicht.” oder “Toll wie sich das anfühlt.” So viel geballtes Fachpublikum ist einmalig, vom großen Player zum kleinen Radhändler oder dem Fahrradfreak – und mit allen kannst du auf Augenhöhe sprechen.

Katja: Feedback war super. Es gab sehr viele Ideen zur Produktanwendung und weiteren Varianten unseres tex—lock! Wir hatten durchweg einen super Austausch sowohl mit Endkunden als auch mit zukünftigen Vertriebs- und Geschäftspartnern.

Alexandra: Es kamen durchaus auch Messebesucher, die Ideen in Richtung Outdoor mit dem tex—lock Seil hatten. Spannend, wie ein solches Produkt die Fantasie der Kunden beflügelt. Die Reaktionen waren durchweg positiv – selbst kritische Hinterfrager kamen nach ein paar Stunden wieder des Weges und brachten ihren Kollegen mit 😉

Eure Crowdfunding-Kampagne auf kickstarter ist gerade mal zwei Wochen alt. Euer ursprünglches Ziel von 50.000 Euro habt ihr schon längst erreicht. Gibt es weitere Pläne/Ziele für die Kampagne?

Katja: Die Anzahl der bislang bereits eingegangenen Bestellungen beeindruckt uns schon gewaltig – und die Kampagne geht noch einen Monat (bis zum 15. März). Wir haben auch schon ein gutes Instrument für das Follow Up (Onlineshop, Verwaltung, Auslieferung etc.) gefunden, über das die Unterstützer auch nach der Kampagne noch ordern können.

Alexandra: Es beeindruckt uns, wie tief die Unterstützer sich in die Themen hinein denken und auch inhaltlich versuchen Verbesserungen einzubringen. Sogar Buchstabendreher in unseren FAQ werden bemerkt 😉 Die schiere Anzahl der Unterstützer ist enorm – über 1.400 Leute aus Deutschland, Europa, Nordamerika, Japan und sogar Australien haben sich dem Projekt tex–lock verschrieben.

Suse: Wir hören auf das Feedback unserer Unterstützer. Sie geben uns viele wertvolle Ideen und Meinungen, was Ihnen an tex—lock wichtig ist und wie sie das Schloss nutzen möchten. Diese sammeln wir, wägen ab und kommen dann bald mit spannenden Produkterweiterungen und Designs um die Ecke. Interessenten empfehlen wir die Updates auf kickstarter im Auge zu behalten und/oder uns auf Facebook zu folgen.

Wie sieht der Zeitplan für die Serienproduktion aus, jetzt da die Finanzierung gesichert ist?

Alexandra: Wir werden uns in jedem Fall mit unseren Produzenten verständigen, dass die Mengen vervielfacht werden. Das schafft zum Einen Frohsinn, bringt aber auch wieder neue Kopfschmerzen mit sich. Wir gehen es an und sind frohen Mutes.

Suse: Wir können jetzt richtig loslegen. Es gibt viele Feinheiten, die organisiert und festgelegt werden müssen. Wir möchten das Produkt unseren Unterstützern im August 2017 ausliefern können. Zur gleichen Zeit startet dann auch die Orderphase für Händler, die mit der Eurobike-Messe Ende August startet.

Ihr hattet königlichen Besuch im tex—lock Hauptquartier. Wie kam es dazu und wie war die Erfahrung?

Alexandra: Das niederländische Königspaar hat Leipzig und das Spinlab (the HHL Accelerator) besucht. Das Spinlab ist ein gutes Aushängeschild für Start-Ups in Leipzig und da es sich um eine Wirtschaftsdelegation handelte, war es auch ein Programmpunkt des Protokolls.

Das Gespräch mit König Willem Alexander und dem sächsischen Ministerpräsidenten Tillich war sehr locker und entspannt. Ich fand, dass der König besonders gut vorbereitet war und interessante Fragen stellte. Er hat sich natürlich über unser Geschenk an das Königshaus gefreut. Ein tex—lock mit güldenem Vorhängeschloss, in das die Vornamen der beiden eingraviert sind.

Katja: Es war ein sehr angenehmes freundliches Gespräch mit dem König der Niederlande – wir sind sehr stolz, dass er sich so über unser tex—lock gefreut hat und sich im Königspalast der Niederlande nun auch eines der ersten textilen Fahrradschlösser befindet.

Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg!

tex—lock Crowdfunding
Von | 2017-02-20T19:00:05+00:00 20. Februar 2017|Interviews, Startup|

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