Tipps für eine erfolgreiche Landingpage

Wenn man gezielt Produkte oder Services vermarkten will, führt fast kein Weg an Landingpages vorbei. Dieser Artikel zeigt, was Landingpages sind und wie man sie mit einfachen Mitteln verbessern kann.

Was ist eine Landingpage?

Eine Landingpage ist eine Webseite, die gezielt ein Produkt, eine Dienstleistung o.ä. vermarkten soll. Auf dieser Seite werden nur Informationen zu diesem Produkt oder Service geboten – sonst nichts. Die wichtigste Funktion ist dabei der sog. Call2Action, also eine gewünschte Handlung, die man beim Betrachter erzeugen möchte (Conversion). Das kann ein Eintrag in eine E-Mail Liste (Newsletter mit weiteren Produktinformationen) oder auch der direkte Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung sein. Häufig werden diese Landingpages als Standalone-Websites, die auf einer dedizierten Domain betrieben werden. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand. Durch den simpel gehaltenen Quellcode werden gute Ladezeiten realisiert, was zu einer besseren Auffindbarkeit in den Google Suchergebnissen führt. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Landingpages schnell umgesetzt und ohne große Programmierkenntnisse umgesetzt werden können, dadurch eignen sie sich zum Testen neuer Geschäftsideen.

Erfolgreiche Landingpage

Welche Faktoren machen eine Landingpage erfolgreich?

1. Beschränkung auf ein Produkt

Landingpages sollten sich auf EIN Produkt beschränken. Das garantiert, dass sich Besucher wirklich nur auf dieses konzentrieren können und nicht abgelenkt werden. Zu diesem Produkt sollte im Gegenzug jedoch genug Infomaterial zur Verfügung gestellt werden, so dass man sich auch mit geringen Vorkenntnissen ein genaues Bild des Produktes machen kann. Falls es sich um ein Produkt handelt, dass es in verschiedenen Varianten (z.B. Basic, Advanced, Professional) gibt, so sollte man die jeweiligen Vorteile anhand einer Vergleichstabelle präsentieren.

2. Sinnvolles Infomaterial

Um dem Betrachter der Landingpage genug Produkthinweise liefern zu können, sollte man sich über die Auswahl des Infomaterials Gedanken machen. Es geht darum, dem Leser in möglichst kurzer Zeit maximale Auskunft über Nutzen und Vorteile zu liefern. Deshalb sollte eine Landingpage sinnvoll untergliedert sein, um diese effizient zu kommunizieren. Vor allem Stichtwort-Aufzählungen („bullet points“) können einen guten ersten Eindruck beim Leser hinterlassen. Man sollte sich jedoch nicht nur auf Texte versteifen, sondern auch auf andere Medien. Dabei stechen vor allem Videos heraus, da sie das Produkt einerseits direkt im Einsatz zeigen und dem eigenen Unternehmen und Angebot einen professionelleren Auftritt verleihen. Hat man keinen Möglichkeit Videos zu produzieren, sollte man auf Bilder zurückgreifen, da diese in Sekundenbruchteilen mehr Informationsgehalt liefern als das Lesen eines Textes. Oftmals kommt man jedoch um letzteres nicht herum, weshalb man Textinfos auf das Minimum kürzen sollte, ohne dabei die wichtigsten Hinweise außen vor zu lassen. Hier bewahrheitet sich letztendlich der Spruch „Zeit ist Geld“.

3. Testimonials nutzen

Kundenbewertungen helfen dabei Vertrauen („Social Trust“) aufzubauen. Die Kommentare (2 – 3 Sätze) vorhandener Kunden erleichtert potenziellen Kunden die Entscheidung, was letztendlich zum Kauf führt. Wichtig bei der Nutzung von Testimonials ist dabei, reale Kundenbewertungen zu nutzen und nicht Stockphotos samt Fantasiebewertungen.

4. Kostenloses Angebot

Das Angebot kostenloser Freebies sorgt dafür, dass potenzielle Kunden sich sicherer in ihrer Entscheidung fühlen. Sie müssen einerseits keine negativen Konsequenzen wie unnötige Geldausgaben fürchten, gleichzeitig wird aber die Meinung über das Wunschprodukt verbessert. Solche kostenlosen Dreingaben können z.B. aus einem Probeprodukt, einem Demozugang, Schnupperwochen oder einem E-Book bestehen. Im Gegenzug müssen sie nichts anderes hinterlassen als ihre E-Mailadresse. Diese Maßnahme hilft ungemein dabei, das Interesse seitens potenzieller Kunden zu erwecken.

5. Call2Action nicht unterschätzen

Der Call2Action ist nur ein Button und mehr nicht.“ Falsch! Letztendlich geht es darum eine präzise Aufforderung an den Leser zu senden. In erster Linie sollte ein solcher Button sind vom restlichen Text deutlich abheben (kräftige Farben, Großbuchstaben, fetter/unterstrichener Text…), damit er ins Auge fällt. Ebenso sollte er eine vielsagende Beschriftung haben (was bekommt er im Gegenzug für seine Daten?). Beliebt sind konkrete Anweisungen wie „Jetzt kostenlos runterladen“, „Kostenlose Anmeldung“ oder „Unverbindlicher Testzugang“.

6. Minimalistischer Aufbau

Eine übersichtliche Landingpage sollte keine ausgehenden Links aufweisen. Weder zur eigenen Website, noch zur Facebook-Seite, geschweige denn zu anderen Produkten. Externe Links bergen die Gefahr, dass potenzielle Kunden letztendlich das eigentliche Produkt aus den Augen verlieren. Achtung: Impressumspflicht besteht nach wie vor – genau wie das Einbetten einer Datenschutzerklärung. Der Call2Action sollte den einzigen Link darstellen. Ebenso sollte auf eine klassische Navigation  verzichtet werden. Wenn die Landingpage als eigenständige Website genutzt wird, ist dieser Punkt leicht realisierbar. Wird sie als Unterseite umgesetzt, muss das Navigationsmenü im Header ausgeblendet werden. Vor allem mit dem CMS WordPress ist dies schnell umzusetzen. Ein Header-Menü birgt Gefahr, Website-Besucher unnötig abzulenken

7. A/B-Tests nutzen

Nicht jede Landingpage ist gleich erfolgreich, weil es diverse – teilweise kaum nachvollziehbare – Gründe für die Akzeptanz einer Website gibt. Deshalb sollte man verschiedene Layouts nutzen, um maximalen Erfolg zu erzielen. Um die Conversionrate seiner Landingpages zu vergleichen, sollte man auf A/B-Tests zurückgreifen. Diese helfen die Performance der verschiedenen Einblendungen zu analysieren. Oftmals sind nicht einmal komplett verschiedene Layouts nötig und es reicht nur Farben oder Anordnung der Elemente zu ändern, um mehr Erfolge zu erzielen.

8. Angebot begrenzen

Oftmals kann es helfen, den Absatz zu steigern, indem das Angebot künstlich limitiert. Durch die Erzeugung von Dringlichkeit seitens der Produktmenge („93 von 100 verkauft“, „nur solange Vorrat reicht“) oder einer zeitlichen Befristung („innerhalb der nächsten 24 Stunden 50 % Rabatt“). Es gilt dabei, sanften Druck auf potenzielle Kunden auszuüben, damit diese beim ersten Besuch den Call2Action auslösen. Lesern soll indirekt die Befürchtung vermittelt werden, dass sie etwas verpassen, wenn sie zu lange zögern.

Von | 2017-02-08T13:54:47+00:00 11. Mai 2016|Website|

Ein Kommentar

  1. Michael 27. Mai 2016 um 15:53 Uhr- Antworten

    Eigentlich der „Klassiker“ an Vorgaben für erfolgreiche Landingpages, aber wenn man sich so umschaut, findet man immer wieder Landingpages, die genau diese Regeln nicht beachten.

    Zudem würde ich noch einen weiteren Punkt hinzufügen: Qualitätsmerkmale (oder ein vergleichbares Wort). Sowas wie eine Liste an großen Kunden (Logoabbildungen), oder Anzahl an Likes/Followern aber auch Partnerschaften oder Zertifikate. Das unterstützt zusätzlich zu den Testimonials das Vertrauen.

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